IGV Connect AG "manage it"
23.06.2010 Artikel in "manage it" (IT Strategien und Lösungen)
IT-Lösungen für Gesundheitsnetze
Mehr Zeit für Patienten
In Deutschland gründen immer mehr Ärzte regionale Verbünde. Die Hoffnung auf Kosteneinsparungen und Zeitgewinn erfüllt sich jedoch nur, wenn diese Netze professionell gesteuert werden. Ein neues IT-System beschleunigt die administrativen Abläufe und liefert jederzeit aktuelle Daten, um Qualität und Finanzen zu optimieren.
Eine wesentliche Rolle bei der Reduzierung der Kosten im Gesundheitswesen spielen die neuen strukturierten Versorgungsprogramme. Fachärzte schließen sich mit Hausärzten, Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen und anderen Leistungserbringern zusammen, um Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern einen reibungslosen Behandlungsprozess zu ermöglichen. Diese Kooperation erlaubt nicht nur ein besseres Zusammenspiel der Beteiligten, sondern auch eine Reduzierung des Aufwands und insgesamt eine bessere Betreuung der Patienten. In Studien der Universität Bremen und der Universität Witten/Herdecke wurden diese Effekte bereits nachgewiesen.
Aufwendige Koordination
Die Koordination der Teilnehmer an einem Ärztenetz ist jedoch relativ aufwendig. Nicht nur die Behandlungstermine müssen optimal aufeinander abgestimmt werden, sondern die Patienten- und Behandlungsdaten müssen auch zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle sein – unter Wahrung des Datenschutzes, der im Gesundheitswesen besonders hohe Anforderungen stellt. Da Ärztenetze ihre Vorteile häufig besser ausspielen können, wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben, entsteht zwangsläufig ein gehobenes Maß an Komplexität. Mit herkömmlichen Mitteln ist die effektive Steuerung eines solchen Verbundes kaum möglich. Fortgesetztes Wachstum ist sogar nahezu ausgeschlossen.
Gelöst werden können diese Herausforderungen nur durch ein flexibles IT-System, das für die speziellen Bedürfnisse von Ärztenetzen ausgelegt ist. Die Lösungen, die bis jetzt am Markt verfügbar waren, haben nur bedingt dazu beigetragen, den bürokratischen Aufwand in der Integrierten Versorgung in den Griff zu bekommen. Eine lückenlose Abdeckung des gesamten Workflows vom ersten Termin eines Patienten beim Hausarzt über Facharzt, Krankenhaus und Reha bis zur endgültigen Genesung war bis jetzt nicht möglich, schon gar nicht mit einer tagesaktuellen Auswertung bezüglich der Behandlungsqualität und des betriebswirtschaftlichen Nutzens.
Automatisierte Prozesskette
Das IT-System »Ingamed« von der IGV Connect AG soll diese Lücke schließen. Die komplette Prozesskette strukturierter Versorgungsprogramme wird dabei stark automatisiert, sodass der bürokratische Aufwand auf ein Minimum reduziert ist. Gleichzeitig können die Abläufe aber sehr flexibel gestaltet werden, um die Therapiehoheit der beteiligten Ärzte nicht einzuschränken. Auf der Management-Ebene bietet das System umfassende Funktionen für die Steuerung und das Controlling eines Netzwerks. Die Abläufe werden transparent und erlauben sofortige Eingriffe, wenn Qualitätskriterien nicht eingehalten werden oder die Wirtschaftlichkeit des Netzwerks gefährdet ist.
Eingesetzt werden kann das System »Ingamed« in strukturierten Versorgungsprogrammen, in denen eine Vielzahl unterschiedlicher ärztlicher und nicht-ärztlicher Leistungserbringer zum Wohle des Patienten kooperieren. Im Normalfall eröffnet der Hausarzt die Patientenakte und wählt den passenden Versorgungsvertrag aus. Von diesem Moment an können alle weiteren Behandlungsschritte inklusive Terminabstimmung und Dokumentation der erbrachten Leistungen über das System abgewickelt werden. Der Hausarzt, der leitende Netzarzt, der Facharzt, der Fallmanager und alle anderen Leistungserbringer werden von Ingamed durch den Prozess geführt. Wo eine Auswahl getroffen werden muss, macht das System selbst Vorschläge, beispielsweise bei der Wahl des Versorgungsvertrags und bei der zeitlichen Planung der Behandlung. Formulare und Dokumentationen werden passend zum jeweiligen Prozessschritt und abhängig bestimmter Parameter wie der Kassenzugehörigkeit angeboten. Diese Einstellungen können problemlos individuell angepasst werden. Ingamed überprüft dabei die Eingaben der Nutzer auf Plausibilität, sodass Zeitverlust und Kosten durch fehlerhafte Daten minimiert werden. Auch wenn ein Schritt in der Behandlung zu lange dauert, beispielsweise bei der Abstimmung von Terminen oder fehlender Dokumentationen, weist das System automatisch auf die Abweichung und mögliche Folgen hin.
Maximale Transparenz
Das Management des Netzwerks profitiert von einer maximalen Transparenz der Prozesse. Ob der Plan und die Realität übereinstimmen, kann jederzeit tagesaktuell überprüft werden. Jeder Schritt der Behandlung ist lückenlos nachvollziehbar. Kommt es zu Engpässen oder Qualitätsmängeln innerhalb des Netzwerks, können auch diese frühzeitig erkannt und behoben werden.
Höchste Sicherheit
Oberste Voraussetzung für die Akzeptanz einer solchen IT-Lösung ist ein Höchstmaß an Sicherheit. Die Vernetzung der Anwender und der Zugriff auf das System erfolgt über eine gesicherte Verbindung in Form eins Virtual Private Network (VPN). Sowohl die Datenleitung als auch die übertragenen Daten sind mehrfach verschlüsselt. Jeder Anwender kann dabei nur diejenigen Daten einsehen, zu deren Zugriff er im Rahmen seiner Netztätigkeit berechtigt ist und die er für die Bewältigung seiner Aufgabe benötigt. Auswertungen lassen sich zielgruppenorientiert personalisiert oder vollständig anonymisiert durchführen.
Mit InGAmed steht Ärztenetzen erstmals ein Steuerungsinstrument zur Verfügung, wie es in anderen Wirtschaftszweigen zur Optimierung der Qualität und der Kosten bereits häufig eingesetzt wird. Im Gesundheitswesen kann es einen zusätzlichen Vorteil darstellen: den Ärzten und Pflegekräften bleibt wieder mehr Zeit für ihre Patienten.
Der Autor Michael Täubner ist Key Account Manager bei der IGV Connect AG.
Kontaktieren Sie Ihn gern für weitere Informationen!
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